Es war unser Anspruch, dieses Nahverkehrsangebot zu stärken und künftig leisere und abgasärmere Diesellokomotiven einzusetzen", erläutert der Verkehrsdezernent. Nach intensiven Verhandlungen sei es nun gelungen, mit der DB Regio Hessen einen Partner zu gewinnen, der diese Vorgaben bei akzeptablen Betriebskosten umsetzt. Damit könne der 2008 erheblich erweiterte Fahrplan in vollem Umfang erhalten bleiben.
Kavai berichtet, dass die Anliegerkommunen Nidderau, Schöneck und Niederdorfelden großes Interesse bekundet hatten, dieses als „Stockheimer Lieschen" bekannte Nahverkehrsangebot langfristig attraktiver zu gestalten. Dabei sollten nicht nur die Belange der Fahrgäste berücksichtigt werden, sondern auch die Interessen der Anwohner.
„Ein wichtiges Anliegen der Schönecker Anwohner ist auch der Einsatz, insbesondere am Wochenende und in den Abendstunden, von Loks mit Elektroantrieb, damit die Lärmbelästigung abnimmt, kommentiert der Ortsvorsteher aus Oberdorfelden Klaus Ditzel (SPD) .
Die SPD-Fraktion aus Schöneck zeigt sich erfreut darüber, dass die leisere und umweltfreundlicher Zukunft des „Lieschen" für die nächsten 15 Jahre gesichert ist, wenn auch dies eine zusätzliche Mehrbelastung für die Kommune von 15.000€ im Jahre 12/13 zur Folge hat.
„Dies sei vertretbar, hinsichtlich des großen Nutzen für die Bürger und die Umwelt," so Ludger Stüve.
Daher werden spätestens Mitte 2014 fabrikneue Loks mit Diesel- und Elektroantrieb des Typs Siemens ER20 zur Hauptverkehrszeit unterwegs sein, so die aktuellen Informationen. „Leider ist es der Bahn nicht gelungen, diese neue Fahrzeuge zu einem früheren Zeitpunkt anzubieten, da die DB Region diese Fahrzeuge noch bauen lassen muss", bedauert der Kreisbeigeordnete.
Verbunden mit klimatisierten, barrierefreien und neu gestalteten Doppelstockwagen bedeute diese Einheit eine enorme Verbesserung. „Damit haben wir ein gutes Ergebnis erzielt und das Angebot für weitere 15 Jahre gesichert", sagt Kavai. Und auch die Züge während der schwächeren Zeiten und am Wochenende sind künftig auf dem neuesten Stand. Hier kommen bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 modernste Triebwagenzüge der Baureihe VT 642 (Siemens) zum Einsatz.
Denn der Main-Kinzig-Kreis, der Wetteraukreis und der Rhein-Main-Verkehrsverbund hatten großen Wert darauf gelegt, den zahlreichen Pendlern und Ausflüglern schnellstmöglich den verbesserten Service zu bieten. Gefordert sind ausreichend Platz für Fahrräder, Kinderwagen sowie Erleichterungen für Menschen mit Behinderung. „Die Analysen haben gezeigt, dass immer mehr Menschen in ihrer Freizeit auf dieser Strecke unterwegs sind", schildert Kavai die Entwicklung. Und schließlich sei die gestiegene Nachfrage das beste Argument für eine Modernisierung.





